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Pressemitteilung |
Kommentar |
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Bamberger Dom
Bamberg, Altes Rathaus
Bamberg, Klein Venedig im Winter
Bamberg, Kloster Michelsberg
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Herzlichen Dank!
Webpages, die mit einem
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Bamberg, das fränkische Rom, die Weltkulturerbestadt, Wird der
Bamberger Domschatz zum Spielball der Politik?
Bamberg: Die Weltkulturerbestadt Bamberg –
das fränkische Rom -, braucht die Hilfe aller Deutschen! München muss endlich
den Bamberger Domschatz, eine Stiftung Kaiser Heinrich II. an sein Bamberger Bistum, 1007, an Bamberg
zurückgeben.
Kunigundenkrone, Heinrichskrone oder das Kreuzreliquiar Kaiser Heinrichs II., Kirchenschätze von höchstem Rang, wurden nach der Säkularisation 1803 aus Franken nach München geschafft. Diese fordern nun die Bamberger zurück. Und nicht nur leihweise für ihre Ausstellung anlässlich des 1000-jährigen Bistumsjubiläums, sondern für immer. Selbst im Punkt der Ausleihe sträubt sich nun München und Edmund Stoiber möchte wohl das Tor wieder zuschlagen, das er öffnete mit seinen früheren Zusagen. Kein Wunder, dass die Seele der Bamberger und der Franken brodelt. Zudem fragen sie sich zu Recht, ob sie sich denn etwas leihen müssen, was nach dem Willen des Stifters Kaiser Heinrich II., also geschichtlich wie auch rechtlich nach Bamberg, nach Franken, gehört. Bamberg verfügt zum Beispiel mit der herrlichen Residenz, gegenüber des Bamberger Domes gelegen, über einen Prachtbau, der durchaus geeignet wäre, den Domschatz würdig, großzügig und glänzend allen Bambergern und den Touristen aus aller Welt auf Dauer zu präsentieren. Ein Grund mehr, zu sagen: „Bamberg, die Traumstadt der Deutschen“. Doch ohne die moralische Unterstützung aller Deutschen, scheint das Begehren der Bamberger Bürger, durch spielen auf Zeit seitens der Verantwortlichen, nicht mehr zu verwirklichen zu sein. Darum dieser Hilferuf an die Deutschen. Wie Recht die Bamberger Bürger und Franken mit ihren Forderungen haben, zeigt ein kurzer Blick in die Geschichte. Mit der Errichtung des Bamberger Bistums 1007 verfolgte Kaiser Heinrich II. neben seinem persönlichen Wohlwollen für Bamberg und Franken auch ein politisches Ziel, nämlich das Reich der Franken wieder herzustellen und gegen drohende Gefahren aus dem Osten zu schützen – nicht zuletzt mit Hilfe der Kirche. Dieses Ziel verfolgte Heinrich II. sogar in seiner Eigenschaft als Herzog von Bayern, der er seit 995 war. Zirka Mitte des 10. Jahrhundert, gründeten Mönche des Klosters Tegernsee an der Isar die Siedlung „Apud Munichen“, was so viel heißt wie: „Bei den Mönchen“, das heutige München. 1240 fiel München an das Haus Wittelsbach und es scheint, als hätte sich bis auf den heutigen Tag daran nichts geändert, auch wenn das Ende der Monarchie 1918 besiegelt war. Mit einem Minigutachten wollte ein Leserbriefschreiber dieser Tage in der lokalen Presse den Lesern Glauben machen, dass das damalige Königreich Bayern Rechtsnachfolger der Bamberger Fürstbischöfe war und daher rechtmäßiger Eigentümer auch des Bamberger Domschatzes mit den so genannten Kaiserkronen wäre. Doch da lag er eindeutig falsch. Den Bischöfen oblag lediglich die Pflicht, dass zu jeder Zeit dem Willen des Stifters Genüge getan wurde und sie waren nie Eigentümer des Domschatzes (der Stiftung). Die hohe Bedeutung von dem unverrückbaren Willen eines Stifters dürfte bekannt sein. Und ebenso, dass daran nicht einmal der Lauf der Zeit etwas ändern kann. Offensichtlich gelang es aber den Fürstbischöfen damals nicht, den Raub des Domschatzes zu verhindern oder sie sahen tatenlos zu. Die nun zutage getretene Rechtsunsicherheit im Hause Wittelsbach, bzw. des WAF, Wittelsbacher Ausgleichsfonds – eine Stiftung des öffentlichen Rechts –, zeigt sich unter anderem auch durch das in Auftrag geben von drei Gutachten, die die Transportfähigkeit des Domschatzes zum Thema haben. Bekannt ist, dass die Wittelsbacher Stiftung keinen Anspruch auf das Stiftungsvermögen selbst, sondern nur auf Erträge daraus hat. Bekannt ist ebenso, dass die Stiftung keinerlei Auskunft über ihr Gesamtvermögen gibt, der WAF sogar durch eine Ausnahmegenehmigung der bayerischen Staatsregierung von der Prüfung durch den Bayerischen Rechnungshof befreit ist. Entscheidend aber ist, dass der bayerische Staat die durch ein bayerisches Gesetz vom 9. März 1923, bewusst oder unbewusst, vollzogene Sanktionierung, den Domschatz unrechtmäßig als Eigentum der Wittelsbacher zu behandeln, korrigieren kann. Durch das gleiche Gesetz hat die bayerische Staatsregierung zwar die Pflicht übernommen, die ungeschmälerte Erhaltung des Stiftungsvermögens zu sichern, hat aber auch hier als Legislative durchaus alle Möglichkeiten ihren historischen Fehler zu korrigieren. Das ist es, wofür die Franken kämpfen und auf die Unterstützung aller Deutschen setzen! Klaus Vogt |
„Spielen Sie Schach?“
Die beiden großen bayerischen Parteien, CSU und SPD, jedenfalls lieferten sich in Sachen Rückführung des Bamberger Domschatzes bisher eine spannende Partie um Macht und Reichsinsignien. Kenner dieses von Strategie geprägten Spiels sahen die SPD im Vorteil, wenngleich der Gegner es anders sah und heute denkt, diese Partie gewonnen zu haben. Doch die Staatsregierung irrt. Diese Partie ist noch lange nicht zu Ende. War doch das Bemühen der SPD, dass der Domschatz in seiner Gesamtheit wieder für immer nach Bamberg kommt, sehr groß, respektabel und wird den Franken und Bambergern lange in Erinnerung bleiben. Daher kann die bayerische/fränkische SPD ihr Scheitern gelassen hinnehmen und auf die Starrköpfigkeit der CSU, der Staatsregierung und diverser Gutacher verweisen. Durch die Entscheidung der Staatsregierung wurde die SPD zu einem klassischen Bauernopfer in dieser Partie gezwungen weil die CSU übersehen hat, dass der Domschatz längst der Turm in einer ganz anderen Schlacht geworden ist. Die CSU wird möglicherweise diese bis in den Herbst 2008 andauernde Partie, Landtagswahl in Bayern, am Ende nicht für sich entscheiden können. Dafür hätte die Staatsregierung diesen Turm opfern, ihre gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen und den Domschatz wenigsten im Rahmen einer Dauerleihgabe zurückführen müssen. Nun aber könnte die bayerische SPD, zusätzlich noch mit einem auf die Rückführung des Domschatzes bezogenes Versprechen, die Vorherrschaft der CSU brechen. Denn man darf davon ausgehen, dass die Franken sich daran erinnern oder erinnert werden, welche Politiker oder welche Partei sich für sie - die Franken (die Freien) - im Allgemeinen und im Besonderen für die Rückführung des Bamberger Domschatzes wirklich eingesetzt haben und nicht eingeknickt sind. Eingeknickt ist - allen voran - nämlich die bayerische Staatsregierung unter Stoiber. Es ist also anzunehmen, dass die Franken ihren Unmut darüber mit ihren Stimmzetteln zum Ausdruck bringen werden. Einen ersten öffentlichen Eindruck über den Stand dieser Hängepartie wird wohl schon die Kommunalwahl in Bayern, Frühjahr 2008, liefern. Das dürfte der Zeitpunkt sein, an dem die bayerische SPD zum ersten Mal: „Schach“ sagen könnte, und die CSU möglicherweise im Herbst 2008, nach deren verlorener Landtagswahl, mattgesetzt sein wird.
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